March 9, 2025
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Durchbruch in der Diabetes-Forschung – Die Blutgefäße spielen eine überraschende Rolle

In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes – und neun von zehn von ihnen sind übergewichtig.
Eine spannende Entdeckung aus Deutschland könnte hier nun zu völlig neuen Therapieansätzen führen. Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung und der Uni Frankfurt haben einen bisher übersehenen Mechanismus entdeckt, der erklärt, warum Übergewicht zu Diabetes führt.
Die große Überraschung? Der Schlüssel liegt in den Blutgefäßen! Genauer gesagt: in der innersten Schicht unserer Gefäße, dem sogenannten Endothel. Bisher dachten wir, dass Insulin hauptsächlich an Zellen in Muskeln, Leber und Fettgewebe wirkt, um dort die Zuckeraufnahme zu fördern. Doch die Studie zeigt: Insulin hat auch eine entscheidende Wirkung auf unsere Blutgefäße – es vergrößert sie und verbessert die Durchblutung. Dadurch gelangen Insulin und Zucker überhaupt erst in ausreichendem Maße zu den Stoffwechselorganen.
Was haben die Forscher nun genau entdeckt? Ein Hormon namens Adrenomedullin ist der Hauptübeltäter. Bei Übergewicht steigt der Spiegel dieses Hormons im Blut. Es dockt sich an die Zellen im Endothel an und wirkt dort wie ein Störsender, das heißt, es blockiert die Kommunikation zwischen Insulin und unseren Blutgefäßen.

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Was bedeutet das für den Insulinstoffwechsel?

Die Wissenschaftler konnten in Experimenten mit Mäusen zeigen: Wird der Adrenomedullin-Rezeptor blockiert, bleibt der Insulinstoffwechsel normal – selbst, wenn die Mäuse übergewichtig waren! Umgekehrt entwickelten gesunde, normalgewichtige Mäuse, denen Adrenomedullin verabreicht wurde, schnell eine Insulinresistenz.
Das ist ein neuer Aspekt in unserem Verständnis von Diabetes. Die körperweite Insulinresistenz, die wir bei Typ-2-Diabetes sehen, beginnt offenbar auch in den Blutgefäßen!
Diese Entdeckung könnte den Weg für völlig neue Therapien ebnen! Statt wie bisher zu versuchen, die Insulinwirkung in den Zellen der Zielgewebe zu verbessern, könnte man gezielt an den Blutgefäßen ansetzen und dort die Blockade durch Adrenomedullin aufheben.
Bis zur Entwicklung eines Medikaments ist es zwar noch ein weiter Weg, aber die Richtung ist vielversprechend! Denn bisher gibt es keine wirksame Möglichkeit, die Insulinresistenz direkt zu beheben.
Und bis dahin? Am besten ist natürlich, Übergewicht zu vermeiden oder zu reduzieren. Mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung lässt sich nicht nur das Adrenomedullin senken, sondern auch der gesamte Stoffwechsel verbessern – für ein längeres Leben in guter Gesundheit! 

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