Die Wissenschaftler konnten in Experimenten mit Mäusen zeigen: Wird der Adrenomedullin-Rezeptor blockiert, bleibt der Insulinstoffwechsel normal – selbst, wenn die Mäuse übergewichtig waren! Umgekehrt entwickelten gesunde, normalgewichtige Mäuse, denen Adrenomedullin verabreicht wurde, schnell eine Insulinresistenz.
Das ist ein neuer Aspekt in unserem Verständnis von Diabetes. Die körperweite Insulinresistenz, die wir bei Typ-2-Diabetes sehen, beginnt offenbar auch in den Blutgefäßen!
Diese Entdeckung könnte den Weg für völlig neue Therapien ebnen! Statt wie bisher zu versuchen, die Insulinwirkung in den Zellen der Zielgewebe zu verbessern, könnte man gezielt an den Blutgefäßen ansetzen und dort die Blockade durch Adrenomedullin aufheben.
Bis zur Entwicklung eines Medikaments ist es zwar noch ein weiter Weg, aber die Richtung ist vielversprechend! Denn bisher gibt es keine wirksame Möglichkeit, die Insulinresistenz direkt zu beheben.
Und bis dahin? Am besten ist natürlich, Übergewicht zu vermeiden oder zu reduzieren. Mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung lässt sich nicht nur das Adrenomedullin senken, sondern auch der gesamte Stoffwechsel verbessern – für ein längeres Leben in guter Gesundheit!