Wie funktioniert die neue Technik? Professor Wolfram-Hubertus Zimmermann und sein Team nutzen pluripotente Stammzellen – Zellen, die sich in jede Gewebeart verwandeln können. Daraus züchteten sie Herzmuskel- und Bindegewebszellen und ließen sie zu einem 4×4 Zentimeter großen Pflaster heranwachsen. Sensationell: Dieses Gewebe kann sich kontrahieren wie ein echter Herzmuskel!
Die Methode wird bereits beim Menschen getestet. 15 Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz wurden solche „Pflaster“ implantiert. Bei einem Patienten ergab sich die Gelegenheit, dass er drei Monate nach dem Eingriff ein Spenderherz erhielt. Die Forscher konnten dadurch das entnommene, behandelte Herz untersuchen und stellten fest: Die Zellen des Pflasters hatten überlebt und sich ohne Nebenwirkungen in das Herzgewebe integriert!
Das Beste: Die Pflaster könnten theoretisch in unbegrenzter Zahl produziert werden, es wird kein Spenderherz dafür benötigt. Die Forscher erwarten bis Ende des Jahres weitere Daten von den ersten behandelten Patienten.
Wir werden die Entwicklung dieser vielversprechenden Therapie natürlich weiterverfolgen und hier berichten, sobald neue Ergebnisse vorliegen.