January 27, 2025
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Forscher entschlüsseln, warum Eierstöcke schneller altern als andere Organe

Rätselhafterweise altert ein Organ im menschlichen Körper deutlich schneller als alle anderen. Es sind die Eierstöcke. Forscher des Salk Institute for Biological Studies und der University of California, San Diego haben dieses Phänomen jetzt eingehend untersucht. Die Forscher:innen haben die Eierstöcke jüngerer Frauen mit denen von älteren Frauen verglichen und etwas Überraschendes entdeckt: Der Alterungsprozess der Eierstöcke läuft anders ab als der anderer Gewebe im Körper.
Warum ist das so wichtig? Weil das Altern der Eierstöcke aufgrund ihrer Funktion, Hormone zu produzieren, nicht nur die Fruchtbarkeit beeinflusst, sondern auch die Funktion von anderen Körpersystemen. Wenn der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht ist, erhöht sich das Risiko für Herzkrankheiten, Osteoporose, Alzheimer und weiteren Alterskrankheiten. Die Ovarialfunktion beeinflusst also den Alterungsprozess und damit auch die Lebensspanne von uns Frauen.
Und eine weitere Erkenntnis: Besonders betroffen vom Alterungsprozess sind die Zellen, die den Follikel bilden – also das Bläschen um die Eizelle, das für die Fruchtbarkeit essenziell wichtig ist.
Die gute Nachricht: Man hat Proteine und genetische Varianten identifiziert, die diesen Alterungsprozess beeinflussen könnten. Und Eines dieser Proteine steht in direktem Zusammenhang mit einem alten Bekannten aus der Longevity Forschung: Dem sogenannten mTOR-Signalweg, der möglicherweise durch Medikamente oder Lifestyle-Änderungen blockiert werden kann, und so ein potenzieller Schlüssel sein könnte, um das Altern der Eierstöcke zu verlangsamen. 

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Die große Frage ist nun: Können diese neuen Erkenntnisse in echte Therapien umgesetzt werden?

Dazu muss man wissen, was mTOR eigentlich macht:
Man kann sich mTOR wie einen Schalter vorstellen, der entscheidet, ob Zellen wachsen, oder ob sie ihre Teilung verlangsamen und sich regenerieren. Mit zunehmendem Alter wird mTOR überaktiv und treibt die Zellen der Eierstöcke dazu an, ihre Follikel schneller zu „verbrauchen“. Deshalb verlieren die Eierstöcke ihre Funktionsfähigkeit, die Eizell-Reservoirs schrumpfen schneller, hormonelle Funktionen gehen verloren, und die Menopause tritt ein. Gleichzeitig werden dabei auch noch wichtige Reparaturprozesse blockiert.
Frühere Studien haben aber gezeigt, dass mTOR durch Medikamente wie beispielsweise Rapamycin, das im Moment als einer als einer der Hoffnungsträger in der Longevity-Forschung gehandelt wird, gehemmt werden kann. Oder durch gezielte Lifestyle-Interventionen wie Fasten. Das Altern der Eierstöcke und damit des gesamten weiblichen Körpers verlangsamen – ein geniales Ziel, das wir noch längst nicht erreicht haben.

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