March 9, 2025
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Erhöhen frühkindliche Traumata, insbesondere eine Scheidung der Eltern, das Risiko für einen Schlaganfall später im Leben?

Wenn man an mögliche Risikofaktoren für einen Schlaganfall denkt, fallen einem als erstes Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfettwerte ein. Aber es scheint noch weitere Faktoren zu geben, die das Risiko stark vergrößern: Traumatische Erlebnisse in d

Wenn man an mögliche Risikofaktoren für einen Schlaganfall denkt, fallen einem als erstes Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfettwerte ein.
Aber es scheint noch weitere Faktoren zu geben, die das Risiko stark vergrößern: Traumatische Erlebnisse in der Kindheit. Eine neue Studie der Fakultät für Sozialarbeit der Universität Toronto unter 13.000 Senioren zeigt jetzt: Wer als Kind die Scheidung seiner Eltern erlebte, hatte ein deutlich höheres Risiko für einen Schlaganfall. Und zwar um sage und schreibe 61 Prozent! Das wäre ein größerer Risikofaktor als Diabetes.
Was könnten die Ursachen dafür sein? Die Forscher vermuten:

  • Dauerstress durch familiäre Konflikte könnte zu einer Dauerausschüttung von Stresshormonen führen, was entzündungsfördernd ist und langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

  • Potentielle wirtschaftliche Notlagen in Scheidungsfamilien könnten eine Rolle spielen, denn Armut in der Kindheit ist ein bekannter Risikofaktor für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

  • Außerdem könnten langanhaltende Schlafstörungen und Bluthochdruck, die nach belastenden emotionalen Erlebnissen auftreten, ebenfalls beteiligt sein.

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Aber was muss man dabei berücksichtigen?

Wichtig zu wissen: Die Studie hat ihre Schwächen, denn: Die Studienteilnehmer wurden alle vor 1957 geboren. In den 50er und 60er Jahren waren Scheidungen selten und mit enormen sozialen Stigmata verbunden. Das bedeutet unter anderem: Wenn Eltern damals trotz aller Hürden eine Scheidung vollzogen, waren die familiären Konflikte wahrscheinlich besonders schwerwiegend. Ebenso die sozialen Folgen hinterher. Die Studie kann also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung beweisen, basiert auf Selbstauskünften und berücksichtigte nicht alle Risikofaktoren.
Es ist demzufolge unklar bis wenig wahrscheinlich, ob dieser Zusammenhang auch für Kinder getrennter Eltern von heute gilt. Die gesellschaftlichen Umstände haben sich grundlegend geändert: Scheidungen kommen häufiger vor, sind weniger stigmatisiert, und es gibt bessere Unterstützung für betroffene Familien. Aber: Die Studie unterstreicht, wie eng seelische und körperliche Gesundheit miteinander verknüpft sind und wie wichtig es ist, Kindern in belastenden Lebenssituationen bestmögliche Unterstützung zu bieten – denn frühe Lebenserfahrungen können offenbar die Gesundheit bis ins hohe Alter beeinflussen.

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