Die KI-Diagnosen dominierten mit einer Treffsicherheit von 92 % – das sind ganze 14 Punkte mehr als die der Ärzte ohne KI-Unterstützung.
Das Erstaunlichste: Selbst die Ärzte, die Chatgpt benutzen durften, kamen kaum besser weg als ihre Kollegen, die alleine arbeiteten.
Wie kann das sein?
Weil zur Aufgabenstellung gehörte, die jeweilige Diagnose zu begründen: Viele Ärzte taten sich da schwer. Das konnte ChatGPT viel besser!
Und: Es zeigten sich menschliche Schwächen: Sobald sich ein Arzt in einer Diagnose sicher wähnte, neigte er oder sie dazu, die wertvollen Vorschläge der KI zu ignorieren.
Noch etwas, und daraus können wir alle lernen: Die Qualität der Chatbot-Ergebnisse hängt von der Qualität der Fragen, den sogenannten Prompts, ab. Das Forscherteam nutzte ausgefeilte Prompts, während die Ärzte Chatgpt eher wie eine Suchmaschine behandelten und einfache, kurze Fragen eingaben. Je gezielter die Fragen, desto besser waren die Ergebnisse.
KI – eine Riesen- Chance, um die Arbeitsabläufe für Ärzte zu erleichtern, und auch in medizinisch schlecht versorgten Weltregionen Patienten zu helfen.
Und dennoch- die Stanford-Forscher betonen: KI kann menschliche Ärzte nicht ersetzen. Noch nicht. Langfristig dürfte KI den Ärzten allerdings jede Menge Aufgabenbereiche abnehmen. Mit Projekten wie dem neuen ARiSE Healthcare Network (das steht für AI Research and Science Evaluation) für Ärzte und Forscher sind wir auf dem Weg dorthin…