February 18, 2025
News

Jungbrunnen für die Zellen: Kann mRNA- Technik die Zellalterung verlangsamen?

Stammzelltherapien sind Hoffnungsträger der modernen Medizin. Vieles ist hier noch Zukunftsmusik, aber einige Therapien sind schon Realität: Beispielsweise werden Stammzellen schon seit Jahren zur Behandlung von Leukämien eingesetzt. Doch wenn man sie transplantiert, steht man oft vor einem großen Problem: Die Stammzellen verlieren, wenn sie im Labor vermehrt und dann in Patienten transplantiert werden, oft ihre "Power", bevor sie überhaupt ihre Arbeit im Körper verrichten können. Der Grund: Oxidativer Stress, der die Energie-Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien, schädigt. Das lässt sie zu schnell altern. Sie werden seneszent, verlieren ihre Teilungsfähigkeit und damit ihre Wirksamkeit…
Ein Forscherteam um Hyunho Lee und Matteo Massaro in Kooperation mit dem Baylor College of Medicine in Texas könnte hier eine clevere Lösung gefunden haben, die nicht nur die Erfolgsquote für Stammzellentherapien verbessern, sondern auch wegweisend für neue Behandlungen, die den Alterungsprozess direkt in der Zelle verlangsamen, sein könnte.
Der Schlüssel hier ist mRNA: Messenger, also Boten-RNA. Sie übermittelt die „Baupläne“, damit Zellen bestimmte Proteine produzieren können. In diesem Fall hat man durch die Boten-RNA gezielt das Protein NRF1 produziert. Das ist ein Protein, das den Zellen dabei, hilft neue Mitochondrien zu bauen und alte zu reparieren. Und: Wenn Zellen unter Stress geraten, aktiviert NRF1 bestimmte Schutzprogramme, die das Altern der Zellen verlangsamen können.  NRF1 sorgt außerdem dafür, dass die Zellen Sauerstoff effizienter zur Energieherstellung nutzen können.
Man könnte fast sagen: NRF1 ist wie ein Personal Trainer für die Mitochondrien.

arrow_drop_down_circle
Divider Text

WAS WAR DAS ERGEBNIS?

Die erstaunlichen Ergebnisse des Experiments: Die mit der mRNA behandelten Zellen hatten 50 % mehr Mitochondrien als unbehandelte Zellen und damit mehr Zell-Power, mehr Energie! Gleichzeitig sank der oxidative Stress um 25 %.
Die Zellen blieben länger jung, widerstandsfähiger und lieferten selbst unter extremen Zellstress weiter zuverlässig Energie.
Die Methode verringerte darüber hinaus Zellmarker für Alterung. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Zellen tatsächlich jünger und gesünder bleiben.
mRNA wird recht schnell abgebaut- nach 48 Stunden. Aber genau in diesem Zeitfenster beeinflusst die Gesundheit der Stammzellen den Erfolg der Transplantation entscheidend. Bisher wurde allerdings nur an im Labor gezüchteten Zellen getestet. Es muss also noch weiter geforscht werden, bis es zu klinischen Studien am Menschen kommt.  Nichtsdestotrotz könnte das eine wichtige Entdeckung sein für möglichst effektive Stammzelltherapien – und vielleicht sogar für Therapien gegen das Altern selbst.

arrow_drop_down_circle
Divider Text
settings
Zur Studie
Hast du schon unser Longevity Briefing abonniert?
Melde dich hier zum Newsletter an und erhalte jede Woche spannende Tipps, Links und Fakten:
settings
settings
arrow_drop_down_circle
Divider Text
settings
settings
Jetzt abonnieren

 Ähnliche Artikel: 

[Block//Post Date %M j, Y%+0]
[Block//Headline]
[Block//Short Post Description ##ellipsis(150)]
settings
Weiterlesen
Unsere Kanäle
Copyright des Titelbildes:
Freepik
https://de.freepik.com/vektoren-kostenlos/arten-von-stammzellen-auf-weissem-hintergrund_23803015.htm
arrow_drop_down_circle
Divider Text
arrow_forward
Abonniere hier unseren Newsletter 
arrow_drop_down_circle
Divider Text
 © 2024 StaYoung. All Rights Reserved.     
arrow_drop_down_circle
Divider Text
arrow_drop_down_circle
Divider Text
 Datenschutzz                                                          Impressum 
arrow_drop_down_circle
Divider Text
[bot_catcher]